| Die gebürtige Fränkin kam
bereits als kleines Mädchen ins oberbayerische München, dem sie bis zum heutigen Tage
treu geblieben ist. Nach der Schule absolvierte sie von 1971 bis 1974 die Otto-Falckenberg
Schule und debütierte im Anschluss daran auf der Bühne des Schillertheaters als Maria
Magdalena unter der Regie von Achim Freyer. Bereits 1975 begann Schneebergers
Zusammenarbeit mit ihrem späteren Ehemann Hanns Christian Müller sowie mit dem
Schauspieler Gerhard Polt. Das überaus erfolgreiche "Dreiergespann" begeisterte
seither u.a. mit der BR-Reihe "Fast wie im richtigen Leben" (1979 bis 1991), der
SFB-Reihe "Scheibenwischer" (1980 bis 1986), mit den Kinofilmen
"Kehraus" (1983) und "Man spricht deutsh" (1985) sowie mit den
Theaterstücken "München leuchtet" (1983/1984), "Exoten" (1985),
"Diridari" (1988) und "Tschurangrati" (1993/1994).
Zu den unvergesslichen Fernsehereignissen zählt auch die BR-Serie
"Monaco Franze - Der ewige Stenz" (1981, Regie: Helmut Dietl), in der
Schneeberger als Elli brillierte, die "ihrem Franze" (Helmut Fischer) nicht
selten den Satz entlockte: "Immer des Gschiss mit der Elli!".
In den neunziger Jahren war Gisela Schneeberger
u.a. in dem Kinofilm "Langer Samstag" (1992, Regie: Hanns Christian Müller), in
dem Fernseh-Dreiteiler "Unter den Schwibbögen" (1993, Regie: Eberhard
Itzenplitz), in einer Folge der BR-Reihe "Café Meineid" (1994, Regie: Franz
Xaver Bogner), in der Fernsehkomödie "Weihnachten mit Willy Wulf" (1994, Regie:
Maria Theresia Wagner), in dem Fernseh-Vierteiler "Königskinder" (1995, Regie:
Otto Reitzer) sowie in den ZDF-Fernsehspielen "Callboy" (1997, Regie: Susanne
Hake), "Der Hahn ist tot" (1998, Regie: Hermine Huntgeburth) und "Zimmer
mit Frühstück" (1999, Regie: Michael Verhoeven) zu sehen 1999 stand Gisela
Schneeberger außerdem für die deutsch-österreichisch-italienische Koproduktion
"Vino Santo" (Regie: Xaver Schwarzenberger) vor der Kamera.
Für das Kino arbeitete Gisela Schneeberger neben
Hanns Christian Müller auch mit RegisseurInnen wie Doris Dörrie in "Bin ich
schön?" (1997) und Markus Imboden in "Frau Rettig, die Czerni und ich"
(1997, mit Iris Berben, Martina Gedeck, Thomas Heinze, u.v.a.) zusammen.
1997 brachte für Gisela Schneeberger einen Ausflug
in die Welt der Sterneköche. Mit Alfons Schuhbeck machte sie für das Bayerische
Fernsehen eine "Kulinarische Reise durch Deutschland".
1999 drehte sie unter der Regie von Rainer Kaufmann
den Film "Kalt ist der Abendhauch" und im Herbst 2000 spielte sie in der Serie
"Der Bulle von Tölz" und in Simon Verhoevens Regiedebut "100 Pro".
2001 folgten Hanns-Christian Müllers Kinoproduktion "Germanikus" und der
Fernsehfilm "Mehr als nur Sex" (Regie: Claudia Garde). Im Jahr 2002 drehte sie
an der Fortsetzung der Erfolgsserie "Die schnelle Gerdi" von Michael Verhoeven
und stand unter der Regie von Nikolai Müllerschön für die Episode "Nur ein
Selbstmord" der Fernsehreihe "Die Verbrechen des Professor Capellari" vor
der Kamera.
Schon zwei Mal im Lauf ihrer Karriere erhielt
Gisela Schneeberger den renommierten Adolf-Grimme-Preis: 1979 für ihr Mitwirken beim
"Scheibenwischer" und 1980 für ihre Darbietungen in "Fast wia im richtigen
Leben". Die vielseitige Künstlerin wurde außerdem mit der Ludwig-Thoma-Medaille
ausgezeichnet. |