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Aus is, und
gor is, und schod is, dass wohr is:
Die
Biermösl Blosn hat sich aufgelöst, diese Homepage bleibt
als Online-Archiv noch einige Zeit im Netz stehen.
Gästebuch und Forum sind geschlossen.
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Kontakt
/ Impressum Biermösl Blosn |
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Kontakt
zu den
Geschwistern Well:
michael-well@biermoesl-blosn.de |
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DVD "Respekt" |
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DVD-Video Album: Respekt - 30 Jahre
Gerhard Polt & Biermösl Blosn und als Bonus:
Dokumentation "Die Heimatpfleger"
Label: Kennen
www.kennen.de
Veröffentlichung: 18.11.2011
EAN: 9783938705681
ISBN: 978-3-938705-68-1
Spielzeit: 132:24 Min. |
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Trennung der
Biermösl Blosn
Der anarchische Kern
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Von Michael Frank
- Süddeutsche Zeitung vom 27.08.2011
35 Jahre lang hat die
Biermösl Blosn durchgehalten, hat mit
hinterkünftiger List gegen die Obrigkeit angesungen
und ganz nebenbei die Volksmusik repolitisiert. Im
kommenden Jahr wird sich die bayerische Kultband
auflösen - und doch wird man auch in Zukunft noch
eine Menge von den Well-Buben hören.
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"Wir haben von Anfang an gestritten, wir sind doch eine
Familie!" Als Hans Well das sagt, huscht über sein
Gesicht dieses hintergründige Lächeln, als führe er noch
was im Schilde. Von Anfang an, das heißt immerhin 35
Jahre, die die Well-Brüder als
Biermösl Blosn durchgehalten haben.
"Das macht Reibungshitze,
die wir auch gebraucht haben. Man darf nur nicht
voneinander annehmen, man streitet, weil man ein böser
Mensch ist." Christoph Well, der Jüngste der Brüder,
sagt das mit diesem bestechenden Bubenlachen, dem noch
niemand hat widerstehen können.
"Wir haben gestritten,
obwohl wir eigentlich nie wollten, aber es war auch
hilfreich." Als er das sagt, lächelt Michael Well, der
dritte, der mittlere der Brüder, dieses feine, leicht
skeptische Lächeln, das ihn schon immer zur Sphinx der
drei Well-Brüder gemacht hat.
Wo andere in der
berauschenden, aber auch bedrohlichen Konfrontation mit
den Launen des Publikums nach kurzer Zeit scheitern,
kommt den Dreien von der Biermösl Blosn das Ende ihrer
gemeinsamen Auftritte nach so langer Zeit fast immer
noch wie Verrat an denen vor, für die sie mit
Leidenschaft, Spott, hinterkünftiger List
musiziert haben.
Gewiss, auch wenn der
Schuhplattler der Mannsbilder zwischen 50 und 60
vielleicht nicht mehr so juchzig ausfällt, als zu jener
Zeit, da sie ganz frische Burschen waren - so viel
konstruktiver Streit hat diese außergewöhnliche
Formation der
Volksmusik, der Volkskunst, des Volkswitzes frisch
erhalten. Es ist das, was Stofferl, der jüngste und
virtuoseste Instrumentalist der drei Musiker, so sagt:
"Das ist nicht einstudiert, das ist echt, das sind wir,
und das merken die Leute."
Diese Frische, diese
Natürlichkeit, warum hört man dann auf? Micherl, der
Mittlere, der Organisator, die strukturierende Seele der
chaosgeneigten Truppe, sagt: "Wir haben das Gefühl, dass
dieses Gemeinsame nicht mehr wirklich funktioniert, das
unsere Arbeit verbunden hat, auch wenn jeder seine sehr
eigene Rolle hatte."
Dass es wirklich ernst
ist mit der Trennung, die sich im Hintergrund schon
lange angekündigt hat, verrät der künftige Umgang mit
dem eignen Oeuvre. Hans hat zu den weitaus meisten Songs
den Text gemacht. Michael und Christoph werden künftig
in eigenen Programmen keines dieser gemeinsamen Lieder
mehr singen. Hans wird künftig auf Lieder verzichten,
die Stofferl komponiert hat. Und ebenso auf Micherls Organisationskunst. |
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Zerstrittene Brüder,
langweilige Partei
Das Trio "Biermösl Blosn"
will sich nach 20 erfolgreichen Jahren auf der Bühne
auflösen. Die drei Brüder seien zerstritten, und die CSU
liefere nicht mehr genug Inhalte.
Von Thomas Becker
MÜNCHEN
taz | Nichts ist mehr, wie’s mal war in Bayern.
Edmund Stoiber: im Austragsstüberl. Seine CSU: am Boden,
oder sogar noch ein Stück tiefer. Die SPD: stellt
womöglich den nächsten Ministerpräsidenten. Philipp
Lahm: Dämlack und Petze statt Vorbild-Schwiegersohn. Und
die Biermösl Blosn: so zerstritten, dass es sie bald
nicht mehr gibt. Was ist bloß los im schönen Bayernland?
Die
jüngste Meldung vom baldigen Ende der erfolgreichsten,
höchstdekoriertesten Musik- und Kabarettgruppe des
Landes war in etwa so undenkbar wie die Ankündigung der
Wiesnwirte, für das Oktoberfest die Bierpreise senken zu
wollen.
Undenkbar, dass die Biermösl Blosn nach 35 Bühnen-Jahren
künftig keine Blosn, also keine Gruppe oder Clique mehr
sein soll, sondern ein Duo, das sich womöglich mit
anderen Mitgliedern der Künstler-Großfamilie Well
zusammen tut sowie ein Einzelkämpfer, der über eine
Zusammenarbeit mit seinem Kabarettisten-Vorbild Dieter
Hildebrandt (84) nachdenkt. "Es gibt Überlegungen für
ein paar gemeinsame Abende", sagte Hildebrandt.
Die
Bedeutung der Biermösl Blosn, deren Name sich vom
Beerenmoos im heimischen Günzlhofen, 40 Kilometer
westlich von München, herleitet, ist gar nicht hoch
genug einzuschätzen. In den frühen 80er Jahren bildeten
sie im Verbund mit Gerhard Polt, ihrem Bruder im Geiste,
die Speerspitze im Kampf gegen die allmächtige CSU und
deren entsprechendes Gebaren.
Als sie
die allseits beliebte Bayern-Hymne "Gott mit dir, du
Land der Bayern" in "Gott mit dir, du Land der Baywa"
verfremdete und mit dem Text in Anspielung auf den
Agrarhändler BayWa die veränderten Lebensbedingungen im
Freistaat anprangerte, spielte der Bayerische Rundfunk
zeitweise die Lieder des Trios nicht mehr. Der Text
schaffte es versehentlich sogar in ein bayerisches
Schulbuch. So was nennt man wohl Realsatire.
"Die CSU ist nicht mehr
das, was sie einmal war"
Stoff
hatten die drei, die mit Hausmusik und zwölf weiteren
Geschwistern aufwuchsen, insofern jede Menge. Im Lauf
der Jahre wurde auch das zum Problem, wie Hans Well,
studierter Germanist und Historiker und mit 58 der
Älteste, nun erläuterte: "Es wurde seit fünf Jahren
immer schwieriger, neue Texte einzustudieren", sagte der
Textchef und "Kopf" des Trios, "Die CSU ist nicht mehr
das, was sie einmal war", nannte Hans Well als Beispiel
dafür, dass er in seinen Liedtexten stets auf veränderte
politische Rahmenbedingungen reagieren wollte.
Der
Atomausstieg sei ein weiteres Beispiel: "Ich habe einen
Stau von bis zu 30 Texten." Wenn das Trio diese
Veränderungen in seinen Auftritten nicht mehr zum Thema
machen könne, "dann fehlt genau das, was die Biermösl
Blosn ausmacht". Hans Well sprach von einem längeren
Prozess der inhaltlichen Entfremdung von den Brüdern
Michael und Christoph ("Stofferl"): "Ich war immer öfter
verzweifelt." Es habe sich der "Segen und Fluch einer
Familie" gezeigt, meinte Hans Well: "Wir sind Brüder,
und wir haben schon immer gestritten."
Ein
Bruderstreit, tiefgreifende Meinungsverschiedenheiten:
So was kommt in den besten Familien vor - aber doch
bittschön nicht bei den Wells! Nie waren sie sich zu
schade für Auftritte bei Vereinsfesten oder
Feuerwehrjubiläen auf dem Land, die sie genauso
hinreißend und mit Verve bestritten wie die vollkommen
zurecht heftigst bejubelten Bühnenproduktionen mit den
Münchner Kammerspielen. "München leuchtet", "Diridari",
"Tschurangrati": Das waren Theaterproduktionen, von
denen die Zuschauer noch Jahrezehnte später in den
hellsten Farben schwärmen können. 20 Programme seit
1980, dazu herrliche Liederbücher wie "Sepp, Depp,
Hennadreck" oder "Zing Zang Zing" - und das soll nun
alles vorbei sein?
Der
letzte gemeinsame Auftritt der Biermösl Blosn, ein
letztes Mal mit Gerhard Polt, soll im schmucken
Stadttheater von Fürth über die Bühne gehen, am 20.
Januar, einem Freitag: "Es wird ein Freitag g’wesen
sein, ein schwarzer Freitag obendrein." |
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35 Jahre sind genug – die Biermösl Blosn löst sich auf:
Ein Interview mit Hans Well von
Barbara Teichmann
Wie ist Ihre Gemütslage – erleichtert, froh, wehmütig,
traurig?
Von jedem etwas. Es überwiegt natürlich schon das
Bedauern. Bei mir besonders, weil ich ja nicht aufhören
wollte. Ich wollte eine Programmerneuerung, aber nicht
aufhören. Die Situation ist für alle Beteiligten nicht
ganz einfach, das ist ja klar, wenn man so lange Zeit
zusammengespielt hat. Wir treten noch bis Ende Januar
gemeinsam auf, fangen aber schon an mit dem
Abschiednehmen.
Eine Trennung nach 35 Jahren beschließt man nicht von
heute auf morgen, wie lange tragen sie sich schon mit
dem Gedanken aufzuhören?
So ca. seit zwei Jahren haben wir das Gefühl gehabt,
dass… nein, eigentlich schon seit fünf Jahren. Ich
wollte schon länger ein neues Programm machen, aber
meine Brüder haben abgelehnt und gesagt, dass Ihnen das
zuviel Druck und Stress sei. Eines Tages haben sie mir
dann mitgeteilt, dass sie mit den Wellküren ein neues
Programm machen wollen und ich hab gesagt: Okay, ich bin
dabei aber machen wir vorher was für uns. Da haben der
Michal und der Stopherl dann gemeint, dass sie die
Biermösl Blosn eher als Auslaufmodell sehen. Tja und da
habe ich dann auch realisiert, dass das nichts mehr
wird.
Wie sollte die Programmerneuerung aussehen?
Ich wollte, dass wir uns inhaltlich neu und auf der Höhe
der Zeit aufstellen. Ein neues Programm zu dem
bestehenden dazu – das hätte uns wieder um Jahre
vorwärts gebracht. Ein Großteil unseres Programms kommt
aus einer Zeit, quasi aus der Vor-Fukushima-Ära. Was zum
Beispiel das Thema Kernkraft betrifft, merkt man ja, wie
schnelllebig allein das letzte Jahr war: Vor einem Jahr
Laufzeitverlängerung und jetzt Atomausstieg. Und was
dazwischen war – darauf muss man halt reagieren. Auch
die Machtposition der CSU hat sich verändert. Es gibt ja
kaum mehr diese gstandenen Typen mit diesem gwamperten
Selbstbewusstsein.
Ist es rückblickend einfacher oder schwieriger, mit der
Familie zu arbeiten?
Beides. Zunächst hat man es einfacher, weil die Familie
eine bestimmte Vertrautheit voraussetzt. Andererseits
ist man in einem bestimmten Rollenverhalten gefangen und
das kann irgendwann zum Bumerang werden.
Ist diese Trennung ein endgültiges Aus, oder kann es
sein, dass die Biermösl Blosn irgendwann wieder zusammen
kommt?
Bestimmt nicht. Das wäre ja kindisch. Das ist nicht so
geplant, weder von meinen Brüdern noch von mir. Und das
ist auch besser so. Man muss sich auf was Neues
konzentrieren können. Ich will ja weiterspielen.
Gibt es dafür schon konkrete Pläne?
Zunächst werde ich mir ein neues Programm erarbeiten und
auf Kleinkunstbühnen spielen. Einen Teil der
Biermösl-Texte , die ja alle von mir sind, werde ich
übernehmen. Eventuell gibt es eine Zusammenarbeit mit
dem Dieter Hildebrandt oder der Maria Peschek. Ich
probier jetzt einfach mal aus, in welcher Formation ich
weitermachen will, mit welchen Musikern und auch
sonst.
Die Biermösl Blosn ist eine Mischung aus Musik und
politischer Satire – welcher Anteil ist der Wichtigere?
Beides ist wichtig. Wir haben oft bekannte
Volksmusikmelodien genommen und einen anderen Text
darauf gesungen, haben die Volksmusik ins Jetzt geholt.
Das war neu. Vorher hat die Volksmusik in einer
Gesellschaft stattgefunden, die es schon lange nicht
mehr gab: Mägde, Knechte und Rösslein, die der Bauer
anspannt… Der Realismus, den wir mit unseren Texten
hinein gebracht haben, hat mit den Klischees der
Volksmusik gebrochen und ein neues Spannungsfeld
aufgetan. Dazu kam, dass die Musik vor allem durch meine
Brüder einfach gut gespielt war.
Es war Ihnen von Anfang an ein ernstes Anliegen, die
echte Volksmusik wiederzubeleben…
… und sich darüber lustig zu machen. Die Kreise, in
denen Volksmusik damals gepflegt wurde, da waren ja fast
nur Greise dabei. Für mich war die Volksmusik nie
heilig, wir wollten sie auch nicht retten. Wir waren
halt so sozialisiert, wir kamen aus einer Familie, in
der bayerische Volksmusik gemacht wurde. Wir haben
nichts anderes gekannt und gekonnt. Ich habe es auch nie
als Wert an sich gesehen, wenn einer bayrisch redet. Es
kommt darauf an, was er sagt.
Auf Eurer Homepage schreibt ein trauriger Fan: „…ohne
biermösl siag i die csu scho bei 99,8%!!“ – Ist diese
Angst berechtigt?
Das ist ein Blödsinn. Wir sind nur ein kleines Rädchen
im Getriebe. Die Anti-Atomkraftbewegung, die vor 20
Jahren noch eine Randerscheinung war, ist inzwischen in
der Mitte der Gesellschaft angekommen. Und das waren
nicht nur wir, sondern viele: andere Kabarettgruppen,
Schriftsteller, Politiker – eine Vielzahl an Faktoren.
Also diesbezüglich habe ich mich und die Biermösl Blosn
noch nie überschätzt. Im Gegenteil: Ich hätte Angst vor
einem Publikum, das sich von uns so beeinflussen lässt,
dass es auf einmal anders wählt. Unser Verdienst war
vielleicht, dass sich die Leute bei uns Themen angehört
haben und darüber nachgedacht haben, mit denen sie sich
sonst nicht beschäftigt hätten, und das ist schon viel.
Mehr kann man nicht bewirken.
Nein?
Nein. Außer man ist Demagoge. Und das will ich nicht
sein.
Sie sind jemand, der es sagt, wenn ihm was nicht passt.
Ärgert es Sie, dass so viele Leute das nicht tun und
einfach hinnehmen, was „die da oben“ mal wieder
beschlossen haben?
Klar ärgert mich das. Der größte Feind der Demokratie
ist das Desinteresse.
Woher kommt dieses Desinteresse?
Durch diese unglaubliche Reizüberflutung. Sich billig
unterhalten und ablenken zu lassen, ist die größte
Gefahr. Man lenkt sich ab von den Dingen, die wirklich
wichtig sind. Ich sehe das als die größte Gefahr für die
Menschheit überhaupt. Ich hab mal eine Karikatur
gesehen, da sieht man ein Grab und aus dem Grabstein
ragt eine Fernsehantenne. Das trifft’s.
Haben Sie ein Handy?
Nein, und manchmal verfluche ich das, wenn ich zum
Beispiel im Auto sitze und spät dran bin und nirgends
gibt es eine Telefonzelle, weil man die ja alle abgebaut
hat. Ich leide also durchaus darunter, dass ich keins
hab, auf der anderen Seite macht man sich damit zum
Knecht und ist allzeit erreichbar.
Die Biermösl Blosn hat viele Preise und Auszeichnungen
bekommen, würden Sie sagen, Sie sind Teil des
Kulturbetriebs geworden?
Ja, aber das ist für mich nichts Negatives. Du musst
halt aufpassen: Viele Leute mögen einen, aber nicht von
allen will ich gemocht werden. Und je bekannter man
wird, desto mehr wird man gemocht. Das ist nicht immer
gesund.
Wie schafft man es, sich 35 Jahre lang von nichts und
niemandem instrumentalisieren zu lassen?
Sich nicht überschätzen, sondern realistisch einordnen.
Und diesbezüglich war es ein großer Vorteil, dass wir
Brüder sind. Wir haben zusammengehalten, sind eine
Einheit gewesen.
Man könnte ja auch sagen: Drei Leute bieten mehr
Angriffsfläche, aber bei Ihnen war es wohl eher
umgekehrt?
Eher. Ja.
Sie wirken schon ein bisschen traurig…
Ja natürlich, aber in gebührendem Maßen. Aber alle
Nachrufe sind verfrüht. Es hat mich sehr gefreut, dass
in den letzten Tagen viele Leute und Veranstalter
angerufen haben, und meinten: Hans, wenn Du ein neues
Programm hast, dann spiel bei uns. Ab sofort kann ich
mein Tempo selbst bestimmen und das ist ein guter Weg
für mich. Ich bin bestimmt kein Getriebener, der nur
glücklich ist, wenn er möglichst viel macht. Aber es
soll schon so sein, dass ich mit Anstand auf der Bühne
stehe und wirklich das Gefühl habe, ich biete etwas
Zeitgemäßes. |
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Habedieehre!
Jetzt ist es also heraus.
Die Biermösl Blosn löst sich nach 35 Jahren
Zusammenarbeit auf, und es waren wirklich sehr schöne,
erfüllte 35 Jahre!
Aber, daß wir drei uns
als Gruppe trennen ist halt einmal, unter dem Aspekt der
Vergänglichkeit aller Dinge betrachtet, ein ganz
normaler, wenn auch schmerzhafter Vorgang.
Jeder von uns
verändert sich und wird älter. Dabei denkt man sich für
die verbleibende Zeit, was will ich noch machen, was
steht an und mit wem kann ich das, was ich noch vorhabe
am besten und angenehmsten verwirklichen.
So werden wir mit
unseren drei Wellkürenschwestern und unserem Bruder
Karli im Februar nächsten Jahres an den Münchner
Kammerspielen ein Stück, "Fein sein, beinander bleiben"
unter der Regie von unserem hochgeschätzten Freund Franz
Wittenbrink herausbringen. Der Gerhard Polt, andere
Geschwister, Freunde und Kollegen, sowie unsere Mutter
werden sich als Gäste auf der Bühne abwechselnd
einfinden. Genauso werden wir zusammen mit Karli ab und
zu, auch im Verbund mit dem Gerhard die Bühnen in Eurer
Umgebung heimsuchen. Ich (Stofferl) für meinen Teil habe
vor mich auch wieder mehr der klassischen Musik
zuzuwenden und die Well-Buam werden, solange sie noch
frisch und gesund sind, weiterhin unverdrossen für Euch
zum Volkstanz aufhupen.
Wir wollen Euch, das
ist eigentlich der wichtigste Anlass unseres Schreibens,
von Herzen danken, daß Ihr uns so lange die Treue
gehalten habt. Bei jedem, wirklich bei jedem Auftritt
haben wir es unglaublich genossen für Euch zu singen,
platteln, jodeln und zu musizieren. Euer Zuhören und
Lachen war und ist die größte Auszeichnung, die uns je
zuteil wurde!
Und vielen Dank für
Eure Einträge und Anregungen im Gästebuch! Wir haben sie
immer sehr gerne und neugierig gelesen.
Auch unserem
Web-Master Christian Schuster möchten wir ganz herzlich
für seine hervorragende Arbeit danken! Er war und ist
ein guter Freund und Ratgeber für uns drei.
Also, nix für ungut
und frei nach Hesse geschrieben: 'Jedem Neubeginne wohnt
ein Zauber inne.'
Wenn Ihr enttäuscht
seid, versucht uns zu verstehen, und wenn Ihr bei einem
Konzert von einer unserer neuen Formationen
vorbeischaut, freuen wir uns wirklich sehr über unser
Wiedersehen!
Liebe Grüße
Stofferl und Michael |
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Was Musik
mir bedeutet |
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von Christoph Well |
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Weder Kitsch
noch Museum |
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Eine
persönliche Standortbestimmung in
Sachen Volksmusik von Hans Well |
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